Da ist zunächst der Ausflug in die Umgebung Makkas zu nennen :
In Mina bekommt man einen Eindruck, welch gewaltige Fläche für
die vielen Zelte zur Verfügung stehen, die die Pilgerfahrt
wärend der Hagg dort aufschlager, um an 3 unterschiedlichen
Säulen die symbolische Steinigung des Satans mit verschieden-
großen Steinen vorzunehmen.
Doch den Höhepunkt der großen Pilgerfahrt nimmt die Ebene
Arafat ein,in der nun seit wenigen Jahren schattenspendene
Bäume gedeihen. Hier befindet sich der Djebel Rahma,zu dessen
Fuße unser Prophet Mohammad(a.s.s.)kurz vor seinem Tode seine
Abschiedsrede hielt.Leider kann an dieser Stelle inhaltlich
nicht auf die wichtigen Aussagen dieser Rede eingegangen
werden, denn das würde den Umfang eines Umra-Berichtes
sprengen. Auch die im Anschluß an die Arafat-Ebene kurz
besichtigten Moscheen sollen hier keine weitere Erwähnung
finden,denn schon bewegen wir uns in gedanklichen
Vorbereitungen auf das Vorhaben des kommenden Tages:
Der steile Anstieg des Djebel An-Nur, der all die Mühe des
Erklommen-Werdens mit einem Einblick in die Höhle Hira
belohnt, von der aus Prophet Muhammad(a.s.s.)in Kontemplation
mit Blick auf die Heilige Moschee seine ersten Offenbarungen
erhielt. Diese Höhle befindet sich in der oberen Region eines
wie auf einen Berg gestülpten Hügels, der aufgrund seiner
erhobenen Position die Sonneneinstrahlung so auszuschöpfen
versteht,daß er auch in diesem Sinne seinem Namen “Berg des
Lichtes” vollständig gerecht wird ; mal ganz abgesehen von dem
Licht der Erleuchtung,das uns aufgrund der dort
stattgefundenen Offenbarungen bis in alle Welt erhellt.
Am darauffolgenden Tag verließen wir die Spuren der
Vergangenheit und begaben uns in die Stadt der Zukunft:
Djedda- ein vorbildliches Beispiel an Sehenswürdigkeiten unter
Einfluß modernster Technik;besonderen Eindruck machte auf uns
da z.B.eine auf Säulen errichtete , ins Meer gebaute
Moschee,die ein schwimmendes Marmorschlößchen suggeriert.
Die Physiognomie dieser Stadt ist so ausgereift- den
surrealistischen Expressionisten mit in Beton gebaute Halb-
Karosserien in schockigen, grellen Farben befriedegend,wie
auch dem romantisch-veranlagten Betrachter eine an
jemenitische Häuserträume erinnernde Altstadt bietend- um nur
zwei der zahlreichen Sehenswürdigkeiten von höchstem
künstlerichen Gehalt zu nennen.Wir hatten die Gelegenheit ,das
Innenleben eines dieser Häuser kennenzulernen:
An geschnitzten Antiquitäten vorbei ,sich Stufe um Stufe dem
Dachgeschoß emporarbeitend,erwarteten uns eisgekühlte Getränke
unter freiem Himmel mit Mondscheinlicht in arabisch-
gemütlicher Sitzkissen-Manier,eingebettet in einen Dia-Vortrag
zum Thema” der Einfluß des Islam auf die Architektur”-ein
geschichtlicher Abriß bis in die heutige Moderne mit
eindrucksvollen, natur- reichen Darstellungen aus
unterschiedlichen Kulturen.
Zurück bleibt die Faszination,die die Vermutung zum Beweis
werden läßt, daß Allah die Muslime nicht nur zur besten Umma
auserwählte , sondern auch die von deren Menschenhand
geschaffenen Bauwerke als Dokument Seiner Schöpfungskraft
hinterließ.
Fortsetzung folgt…
